Beeindruckende Show der KG Mölle und der KG De Wenkbülle

Eine Gemeinschaftssitzung eben, bei der man auswählen konnte, nicht unter Zugzwang stand die erstbesten Nummern verpflichten zu müssen und bei der man die Kosten partnerschaftlich gemeinsam aufteilen konnte. Diese erfolgreiche und vielversprechende Strategie hatte sich schon bei den ersten Beiträgen bemerkt gemacht, die von den Darbietungen der Mariechen beider Gesellschaften sowie des Tanzpaares und der Garde der Donnerberger KG De Wenkbülle bestimmt waren.

Und so gehörten zu den Personen die gleich zu Beginn der Veranstaltung glänzen konnten und eine hervorragende Choreographie zeigten, die Mariechen Christina Wittland und Cecia Schorisch sowie das Tanzpaar Steffen Förster und Verena Keulen.

Dem in nichts nachstehend, präsentierte sich die Wenkbülle-Garde, die mit beeindruckenden Hebefiguren das Publikum begeisterte. Musikalisch begleitet wurde das Auftaktprogramm von den Donnerberger Trompetenbläser unter der Leitung von Rolf Brück. Sie präsentierten ihre Musikstücke im Wechsel zu den jeweils anstehenden Darbietungen.

Diese Unterteilung lockerte das Programm angenehm auf. Großartig in Form war auch Stadtprinz Patrick I. (Haas), der gemeinsam mit dem Trommler- und Pfeiferkorps aus Konzen-Eicherscheid, der Garde der KG Erste Große und dem Hofstaat aufmarschierte. Der vorwiegend aus jungen Männern bestehende Hofstaat - mit dabei der Geschäftsführer der IG Metall Stolberg/Eschweiler, Martin Peters als Vogelsänger oder Vogelfänger, ganz so genau weiß man es nicht - bot eine beeindruckende Show aus Musik und Fitness.

Eine Rolle spielte dabei auch Stolbergs 900-jähriges Jubiläum. Schließlich mussten die jungen Herren körperliche Ausdauer, Textsicherheit und tänzerisches Können unter Beweis stellen.

Geleitet wurde die Sitzung von Mölle-Präsident Manfred Essmajor, der von Wenkbülle-Präsident Carsten Nellißen unterstützt wurde. Das Duo verstand es mit viel Witz und Humor, geschickt und elegant von einem Programmpunkt zum anderen zu leiten. Von Witz und Ironie war auch der Beitrag von Peter Kerscher aus Waldbröl gekennzeichnet.

Der Bauchredner gab seiner als Kuh dargestellten Puppe „Dolly“ Stimme und Mimik. Dolly redete respektlos und frech daher und bedachte die Besucher das ein oder andere Mal mit Spott, kleinen Boshaftigkeiten und leichtem Zynismus. Das Publikum war begeistert, spendete reichlich Applaus und nötigte Kerscher zu einer weiteren Zugabe.

Die musikalische Gestaltung des vierstündigen Programms hatten neben den Donnerberger Trompetenbläser die Gruppen „Der Halunke“ aus der Kupferstadt und der Mundartband „Kolibris“ aus Grevenbroich übernommen. Ergänzt wurden die Musikbeiträge von dem Solotrompeter Lutz Kniep aus Ratingen bei Düsseldorf.

Eine beeindruckende Darbietung hatte zuvor die Showtanzgruppe der KG Mölle geboten. Sie traten als Dancing Army im Militär-Look auf und setzen sich in ihrer Darbietung für Frieden und Toleranz ein.

Für den furiosen Schlusspunkt sorgte die Showtanzgruppe der KG De Wenkbülle. Sie boten Szenen aus dem berühmten Varieté Moulin Rouge im Pariser Stadtviertel Montmartre. Damit war aber noch lange nicht Schluss. Bis weit nach Mutternacht wurde in der voll besetzten Stadthalle munter weiter gefeiert.

von: Toni Dörflinger